Deutsche Kurrentschrift

Wer sich mit alten Dokumenten beschäftigt steht rasch vor dem Problem der alten Schrift. Bevor die Schreibmaschine in den 1880er Jahren zum Massenprodukt wurde, war aller Schriftverkehr von Verwaltungen, Justizbehörden und Unternehmen immer handschriftlich. Für private Korrespondenz galt das noch bis in die jüngste Vergangenheit, bis der Computer das Schreiben von Hand immer mehr verdrängte. Schrift ist heute in erster Linie Druckschrift. Wer sich mit überlieferten Verwaltungsakten, Urkunden, Testamenten und Privatbriefen, kurz: Schriftgut im allgemeinsten Sinne befasst, der muss sich mit den zeitgenössischen Schriften befassen.

Noch unsere Großeltern lernten in der Schule zuerst die deutsche Kurrentschrift – zuletzt in der vereinfachten Variante des Grafikers Ludwig Sütterlin, weshalb oft alle alten deutschen Schriften als „Sütterlinschrift“ bezeichnet werden. Bis 1941 wurde an den Schulen des deutschen Reiches die deutsche Kurrentschrift als Ausgangsschrift gelehrt, in einigen Ländern der Bundesrepublik Deutschland konnten Schüler bis in die 1970er Jahre Kurrentschrift als „Schönschrift“ erlernen.

Deutlich schwieriger als Sütterlinschrift ist die Kurrentschrift des 18. und 19. Jahrhunderts zu lesen. Die fremden Buchstabenformen mit weit geschwungenen Verzierungen stellen erhebliche Anforderungen an den mit dieser Schrift nicht vertrauten Leser. Transkriptum nimmt Ihnen die Arbeit ab!

Unser Service